Hallo ihr Lieben!

Wie ihr vielleicht noch aus diesem Beitrag wisst, habe ich dieses Jahr zum ersten Mal gefastet. Ich habe versucht Müll so weit wie möglich zu vermeiden, weil ich der Umwelt etwas Gutes tun will. Wie sich das Ganze für mich gestaltet hat, was ich alles gelernt habe und was ich in Zukunft tun werde, will ich euch heute erzählen.

Die fünf Regeln

Müllfasten

Beginnen möchte ich mit den fünf Grundregeln, wenn es um das Thema Zero Waste geht:

  1. Refuse – Ablehnen
  2. Reduce – Reduzieren
  3. Reuse – Wiederverwenden
  4. Recycle – Recyclen
  5. Rot – Kompostieren

Regel Nummer 1 finde ich in manchen Situationen am Schwersten- vor allem wenn es darum geht ein Geschenk abzulehnen. Das habe ich ehrlich gesagt auch nicht getan. Ich habe in der Fastenzeit so manche in Plastik verpackte Süßigkeit geschenkt bekommen und ich finde nicht, dass man da dem Anderen vor den Kopf stoßen muss. Stattdessen habe ich mich immer höflich bedankt und ihnen von meinem Experiment erzählt. Ich hoffe einfach, dass sich das Thema damit irgendwann von selbst erledigt. Wenn nicht, werde ich wohl doch mal etwas sagen müssen…

Regel Nummer 2 ergab sich bei mir automatisch durch das unverpackte Einkaufen. Ich habe nur noch gekauft, was wir wirklich brauchen. Alleine schon deswegen weil ich nicht unendlich viele Behältnisse hatte, in die ich meine Sachen abfüllen kann. Zusätzlich habe ich mich von vielen überflüssigen Dingen getrennt, was ich als sehr befreiend empfinde. Ich habe jetzt einen viel besseren Überblick über meine Kleidung, Kosmetik und sonstigen Besitztümer. Das fühlt sich richtig gut an.

Regeln Nummer 3 und 4 sind auch verhältnismäßig leicht umzusetzen. Viele von euch machen das wahrscheinlich eh schon längst unbewusst: kaputte T-Shirts werden zu Putzlappen, aussortierte Kleidung wird verkauft, verschenkt oder gespendet, etc. Das sind alles Dinge, mit denen ich bereits aufgewachsen bin und die ich einfach weiter ausbauen will. Wie ich euch ja bereits erzählt habe, wurden aus meinem kaputten Wäschesack kurzerhand zwei Säckchen zum Gemüse kaufen. Natürlich geht es hier auch um wiederverwendbare Behältnisse- egal ob neu oder alt. Ich habe zum Beispiel einfach mal herum gefragt und so einige tolle Gläser mit Bügelverschluss bekommen.

Regel Nummer 5 ist nicht ganz so leicht umzusetzen, wenn man keinen Garten vor der Haustüre hat. Allerdings gibt es hier in Augsburg immerhin eine braune Tonne für Bioabfälle und ich überlege einen Wurmkompost anzuschaffen. Der kann entweder auf der Terrasse oder sogar in der Wohnung aufgestellt werden und bietet die Möglichkeit den eigenen Biomüll sinnvoll zu verwerten. Wer mehr darüber wissen will, sollte mal diesen Artikel lesen. Wenn es bei mir soweit ist, werde ich natürlich wieder darüber berichten. Ich denke, meinen Pflanzen würde es auf jeden Fall gut tun, wenn sie etwas Wurmkompost abbekommen 😉

Was habe ich gelernt?

Müllfasten

Besonders im Bezug auf Ostern habe ich gelernt, dass alles möglich ist. Der Schlüssel zum Erfolg ist- wie so oft- Kommunikation. Ich habe wirklich alles ohne Verpackung bekommen, was ich für Ostern gebraucht habe und auch im Rest der Fastenzeit hat das sehr gut geklappt. Natürlich erfordert das am Anfang durchaus etwas Zeit und Arbeit, aber es lohnt sich. Sind dann erst mal die richtigen Quellen gefunden, braucht man nicht mehr Zeit zum Einkaufen als vorher.

Ich habe auch gelernt Kompromisse zu machen. Tiefkühlprodukte kriegt man bei uns nirgends ohne Verpackung, aber immerhin gibt es in diversen Bioläden vieles in Karton verpackt. Der Satz „Es geht nicht um Perfektion, sondern darum bessere Entscheidungen zu treffen.“ hat mir dabei sehr geholfen.

Die wichtigste Lektion ist aber sich nicht beirren zu lassen. Das bezieht sich jetzt sowohl auf Gegenwind aus dem sozialen Umfeld als auch darauf, dass man manches nicht so hinbekommt, wie man gerne will. Jede Veränderung ist ein langwieriger Prozess, aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist gut und nicht einfach nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ausblick in die Zukunft

Müllfasten

Also eines Mal vorweg: Die Fastenzeit mag ja jetzt vorbei sein, aber ich möchte dieses Konzept beibehalten. Der Grund dafür ist, dass es mich glücklich macht, mit so einfachen Veränderungen, etwas Gutes zu tun. Ich sehe noch viel Potential Dinge besser zu machen.

Wie ich oben bereits erwähnt habe, möchte ich mir einen Wurmkompost zulegen. Außerdem möchte ich möglichst nachhaltig einkaufen, wenn es um Kleidung geht und langfristig auch im Bad plastikfrei werden. Momentan kann ich mir aber noch nicht vorstellen auf meine heiß geliebte, elektrische Zahnbürste zu verzichten 😉

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr in dieser Hinsicht Erfahrungen und Tipps? Schreibt mir gerne in die Kommentare!

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Steffi

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