Hallo ihr Lieben!

Der erste Advent steht vor der Tür und es ist wie jedes Jahr- die Zeit rast. Wenn ihr noch keine oder erst wenige Plätzchen gebacken habt, dann kommt dieses Rezept wie gerufen. Damit schafft ihr nämlich vier verschiedene Sorten auf einen Streich. Sie sind alle super lecker und es sind mal wieder Familienrezepte 🙂 Die Plätzchenrezepte stammen nämlich von meiner Oma und werden von meiner Mama auch schon seit Jahrzehnten benutzt. Außerdem habe ich mir erlaubt ihnen optisch einen modernen Touch zu verpassen und sie ein bisschen zu variieren.

Für den Grundteig benötigt ihr:

  • 300g Butter
  • 300g Zucker
  • 600g Dinkelmehl 630
  • 6 Eigelb
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Als Erstes gebt ihr das Mehl mit dem Zucker, einer Prise Salz und dem Abrieb der halben Zitrone in eine Rührschüssel. Dann gebt ihr die zimmerwarme Butter und die sechs Eigelb dazu. Nun verarbeitet ihr alles mit dem Knethaken zu einem bröseligen Teig, den ihr anschließend mit den Händen glatt knetet. Ihr könnt den Teig jetzt direkt weiter verwenden. Sollte er kleben, stellt ihr ihn einfach für 30 Minuten kalt.

Ich mache den Teig gerne einen Tag vorher. So kann ich mich am nächsten Tag voll und ganz auf’s Backen konzentrieren. Ihr könnt den Teig nämlich einfach in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Butterplätzchen

Für die Butterplätzchen benötigt ihr:

  • 1/4 des Grundteigs
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • verschiedene Ausstecher
  • gehackte Nüsse, Zuckerperlen, essbares Glitter, etc zum Verzieren

Zubereitung:

Als Erstes heizt ihr den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Dann nehmt ihr ein Viertel des Grundteigs und rollt ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn aus. Wenn ihr den Teig im Kühlschrank hattet, knetet ihr ihn am Besten nochmal kurz durch, bevor ihr ihn ausrollt. Dann stecht ihr eure Plätzchen aus und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Anschließend bepinselt ihr sie mit etwas Eigelb, verziert sie nach Belieben und backt sie im Ofen bis sie goldgelb sind. Das dauert in etwa zehn bis dreizehn Minuten. Dann nehmt ihr sie vorsichtig vom Backblech und lasst sie auf einem Gitterrost auskühlen.

Cognacplätzchen

Für die Cognacplätzchen benötigt ihr:

  • 1/4 des Grundteigs
  • 50g Butter
  • 50g Puderzucker
  • Cognac und gehackte Mandeln nach Belieben
  • Zitronensaft und Puderzucker für die Glasur
  • Royal Icing zum Verzieren

Zubereitung:

Verfahrt einfach so wie oben beschrieben. Als Erstes nehmt ihr ein Viertel des Grundteigs und rollt ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn aus. Dann stecht ihr eure Plätzchen aus und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Achtet darauf, dass ihr immer eine gerade Anzahl von jeder Form habt, weil ihr die Plätzchen später zusammen klebt. Dann backt ihr die Plätzchen bei 180°C hell aus. Das dauert in etwa acht bis zehn Minuten. Lasst sie auf einem Gitterrost auskühlen und stellt inzwischen die Füllung her.

Dazu nehmt ihr die zimmerwarme Butter und schlagt sie mit dem Puderzucker schaumig. Dann rührt ihr ein wenig Cognac dazu und hebt die blanchierten, gehackten Mandeln unter. Anschließend stellt ihr die Creme kalt, bis sie streichfein ist. Jetzt könnt ihr sie auf die ausgekühlten Plätzchen streichen und jeweils zwei Passende damit zusammen kleben.

Als Nächstes rührt ihr die Puderzuckerglasur an. Sie sollte relativ zähflüssig sein. Wenn ihr keinen Zitronensaft nehmen wollt, könnt ihr ihn auch durch Cognac ersetzen 😉 Dann nehmt ihr euch einen Pinsel und streicht die Oberfläche der Plätzchen dick mit Glasur ein. Sobald diese getrocknet ist, könnt ihr sie nach Lust und Laune mit Royal Icing verzieren. Eine andere Möglichkeit ist es die Plätzchen mit Mandelblättchen oder gehackten Pistazien zu bestreuen, so lange die Glasur noch feucht ist.

Florentiner

Für die Florentiner benötigt ihr:

  • 1/4 des Grundteigs
  • 50g Butter
  • 100g Zucker
  • 2 EL Honig
  • 125ml Sahne
  • 200g gehobelte Mandeln
  • 25g Belegkirschen
  • 75g dunkle Kuvertüre

Zubereitung:

Für die Böden der Florentiner verfahrt ihr genau so wie bei den Cognacplätzchen. Ich nehme dafür immer einen runden Ausstecher mit gewelltem Rand. Wenn die Böden abgekühlt sind, könnt ihr den Belag herstellen. Dazu schneidet ihr zunächst die Belegkirschen in kleine Würfel. Dann gebt ihr die Butter mit dem Zucker und Honig in eine Pfanne und bräunt das Ganze unter ständigem Rühren leicht an. Anschließend gebt ihr die Sahne dazu und rührt weiter, bis sich der Zucker gelöst hat. Zum Schluss fügt ihr die Mandelblättchen und die gewürfelten Belegkirschen hinzu und lasst das Ganze unter Rühren köcheln, bis die Masse gebunden ist.

Jetzt könnt ihr sie mit einem Messer gleichmäßig auf die vorgebackenen Plätzchen verteilen. Dann werden diese nochmal bei 160°C Umluft für circa 14 Minuten gebacken und dürfen dann erneut auf einem Gitterrost auskühlen. Anschließend wird die Unterseite der Plätzchen noch mit geschmolzener Zartbitterkuvertüre bepinselt und dann sind sie fertig.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp von meiner Oma: Die Belegkirschen lassen sich viel besser schneiden, wenn man ein Schlückchen Rum darüber schüttet.

Spitzbuben

Für die Spitzbuben benötigt ihr:

  • 1/4 des Grundteigs
  • spezielle Ausstecher oder einfach einen großen und einen kleinen Ausstecher
  • Marmelade, Lemon Curd oder Nutella zum Füllen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Spitzbuben werden genau so gemacht wie die Cognacplätzchen. Ich steche immer eine Reihe Böden und eine Reihe Deckel aus. So entstehen pro Blech zehn bis zwölf Paare. Wenn die Plätzchen ausgekühlt sind, könnt ihr sie mit Marmelade, Lemon Curd oder Nutella bestreichen und dann zusammen setzen. Bei uns zu Hause wird für die Spitzbuben traditionell selber gekochtes Johannisbeergelee verwendet. Ich habe mich letztes Jahr für Lemon Curd entschieden und das war auch sehr lecker. Zum Schluss werden die fertigen Spitzbuben noch mit Puderzucker bestäubt.

So, jetzt habt ihr vier Sorten Plätzchen fertig. Die verpackt ihr am Besten in Blechdosen, denn darin halten sie sich locker bis Weihnachten. Also, falls sie so lange überleben… 😉

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Steffi

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