Hallo ihr Lieben!

Es gibt viele Gründe, euren Rollfondant selber zu machen. Erstens wisst ihr dann genau, was drin ist. Zweitens ist es wesentlich preisgünstiger als fertig gekauftes Fondant. Für manche Farben würde ich trotzdem gekauftes Fondant empfehlen. Das gilt vor allem für Schwarz und bedingt auch für Rot, aber das soll jetzt nicht heißen, dass man diese Farben nicht hinkriegt. Es ist nur nicht ganz einfach.
Dieses Grundrezept ergibt circa 1,2 Kilogramm Rollfondant. Das reicht locker zum Eindecken einer großen Torte mit 32cm Durchmesser oder für zwei kleine Torten à 22cm. Der Fondant hält sich kühl- jedoch nicht im Kühlschrank- und luftdicht gelagert circa 4 Wochen lang.

Für eine Portion Rollfondant benötigt ihr:

  • 6 Blatt Gelatine
  • 75g Glukosesirup (ich benutze diesen)
  • 3TL Glycerin (aus der Apotheke)
  • 1- 1,1kg Puderzucker

Zubereitung:

Als Erstes siebt ihr die 1,1 Kilogramm Puderzucker. Ich gebe immer 750 Gramm in die Rührschüssel meiner Küchenmaschine und die restlichen 350 Gramm in eine kleine Schüssel. Dann weicht ihr die Gelatine für 10 Minuten in reichlich kaltem Wasser ein. Drückt sie kräftig aus und löst sie in 60 Milliliter warmem Wasser auf. Anschließend rührt ihr den Glukosesirup und das Glycerin unter. Vorsicht! Diese Mischung darf nicht kochen, sonst wird die Masse sehr weich und lässt sich schlecht verarbeiten. Gebt nun die flüssige Gelatinemasse in die Rührschüssel zum Puderzucker und verarbeitet das Ganze mit dem Knethaken zu einem festen Teig.

DIY Rollfondant

Anfangs ist das alles noch sehr weich, doch es wird immer fester je mehr Puderzucker aufgenommen wird. Wenn aller Puderzucker aufgenommen ist, könnt ihr den Klumpen aus der Küchenmaschine nehmen und die letzten 250 bis 350g Puderzucker von Hand einarbeiten. Ich gebe dazu den Puderzucker aus der kleinen Schüssel auf eine Silikonmatte, lege den Fondant darauf und arbeite so viel Puderzucker wie nötig durch Kneten und Falten in die Masse ein.

Wenn ihr damit fertig seid, solltet ihr einen relativ festen Ball haben, der sich gut kneten lässt. Der Fondant muss dann erst mal 12 Stunden ruhen, bevor er gebrauchsfertig ist. Er darf aber auf keinen Fall in den Kühlschrank, da sich dort die Zutaten nicht optimal verbinden können. Zum Durchziehen wickle ich den Fondant in Frischhaltefolie, verpacke ihn in einem Zipperbeutel und lege ihn dann in einen relativ kühlen Raum.

Jetzt noch ein paar Worte zum Thema einfärben und verarbeiten: Ich benutze zum Einfärben eigentlich immer die Icing Colours von Wilton. Mit dem Ergebnis war ich bis jetzt immer sehr zufrieden. Außerdem sind zum Einfärben Einweghandschuhe recht praktisch und auch die Verwendung von Palmin ist empfehlenswert. Dadurch wird der Fondant geschmeidiger und die Farbe verteilt sich noch besser. Und lasst dem Fondant ruhig ein wenig Zeit. Wenn die Farbe über Nacht ziehen darf, wird sie nämlich noch intensiver.

Die oben angesprochenen kritischen Farben Schwarz und Rot kann man mit diesem Rezept auch hinkriegen. Allerdings empfehle ich hier bereits beim Herstellen Pulverfarbe in die Gelatinemasse mit einzuarbeiten. Das gewünschte Farbergebnis erzielt ihr dann durch Nachfärben mit den Gelfarben. So, das war es dann erst mal zum Thema Fondant.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Steffi

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